MÜHLENTECHNIK

 

 


Ein Baudenkmal mit voll funktionsfähiger Mühlenmaschinerie

Die Moorseer Mühle ist eine Windmühle vom Typ „Galeriehöllander“. Sie erhielt ihre heutige Form im Jahr 1904, als der Oberbau nach einem Brand neu errichtet werden musste. Das achtkantige Ziegelsteinmauerwerk stammt aus der Vorgängermühle von 1840.

Die 15 Tonnen schwere Kappe der Moorseer Mühle läuft auf einem gusseisernen Drehkranz. Sie wird durch eine doppelte Windrose, eine Seltenheit in der norddeutschen Mühlenlandschaft, automatisch in den Wind gedreht. So werden die 22 Meter langen Flügel immer optimal in den Wind gestellt und die Mühle kann ihre maximale Leistung von 60 PS erreichen.

Die Mühle verfügt über zwei Mahlgänge, die ursprünglich mit Windkraft betrieben wurden. Einer wurde 1908 zum Antrieb durch eine stationäre Dampfmaschine umgerüstet. Ab 1929 ersetzte die Dampfmaschine ein Elektromotor.

In der Mühle befinden sich neben den beiden Mahlgängen verschiedene andere Maschinen, wie z.B. eine Haferquetsche, zwei Graupenschälmaschinen, ein Doppelwalzenstuhl und ein Elevator, welche die unterschiedlichen Verarbeitungsprozesse in der Herstellung von Roggen- und Weizenmehl und anderen Produkten der Müllerei veranschaulichen.